Hörspiele im Radio

Hörspiele

Samstag 14:00 Uhr Ö1

Ö1 Hörspiel

"Madonnenterror". Von Andreas Jungwirth. Mit Erwin Steinhauer, Rupert Henning und Peter Huemer. Ton: Günther Reihs. Musik: Sepp Mitterbauer. Regie: Nikolaus Scholz (ORF 1997) In mehr als 50 Hörspielen hat er mitgewirkt und 2007 wurde er zum "Hörspiel-Schauspieler des Jahres" gewählt: Erwin Steinhauer, der am 19. September 70 wird. Zu seinen Lieblingshörspielen zählt Erwin Steinhauer eine Produktion, die sich mit unterschiedlichen Wahrnehmungen, Verehrungskulten und religiösem Fanatismus beschäftigt: "Madonnenterror" von Andreas Jungwirth. Erwin Steinhauer und Rupert Henning, mit dem Steinhauer zehn Jahre später im Film "Freundschaft" als sozialdemokratischer Vater und dessen politikferner Sohn vor der Kamera stehen wird, sind in diesem Hörspiel von Marienerscheinungen überzeugte Männer. Sie pilgern zu Wallfahrtsorten und stellen in ihrer Stadt auf öffentlichen Plätzen Gipsmadonnen auf. Ein Journalist (im Hörspiel: Peter Huemer) trifft sich regelmäßig mit dem so frommen Männerpaar, das in seinen Äußerungen über Wunder, Erscheinungen und Marienverehrung faszinierend schrullig ist. Im Verlauf der Gespräche werden allerdings andere Seiten deutlich ...

Samstag 15:05 Uhr Bayern 2

Hörspiel

Nyotaimori Von Sarah Berthiaume Aus dem Französischen von Frank Weigand Mit Katharina Marie Schubert, Catrin Striebeck, Mirco Kreibich, Sandra Borgmann und anderen Komposition: Friederike Bernhardt Regie: Cristin König SR 2019 Nyotaimori ist eine japanische Tradition, die darin besteht, Sushi vom regungslosen Körper einer nackten Frau zu essen. Diese generationenalte Praxis treibt das Ethos der Geisha auf die Spitze: totale Dienstfertigkeit, Zerstreuung des Kunden und Unterwerfung unter den Kunden. Natürlich bleibt Nyotaimori wegen seiner extremen Kostspieligkeit reichen Männern vorbehalten ... Oder den Kreativen auf der Weihnachtsfeier ihrer Werbeagentur, wie Maude, freiberufliche Journalistin, bei ihrer Recherche über Berufe der Zukunft erfährt. Das Hörspiel Nyotaimori allerdings behandelt nur am Rande die japanische Tradition. Im Zentrum steht die Auseinandersetzung mit unserer aktuellen Arbeitswelt: Maudes Urlaub droht zu platzen, weil sie zu viele schlecht bezahlte Aufträge angenommen hat. Als ihre Freundin sie aus Wut mit einem BH an den Schreibtischstuhl fesselt, öffnet sie damit eine Art satirisch-hyperreales Wurmloch, das Maude, ihre Freundin, aber auch Arbeitende in Texas, Japan und Indien einsaugt und anderswo wieder ausspuckt. Sollte es doch einen Ausweg aus diesem lebenslangen Hamsterrad geben? Sarah Berthiaume, geb. 1983 in Québec, 2007 Schauspiel-Diplom. Theaterstücke und Drehbücher, Bühneninszenierungen, Tätigkeit als Schauspielerin. Prix Sony Labou Tansi des lycéens 2015 für Yukonstyle, 2018 Uraufführung von Nyotaimori in Montréal, seit 2019 an mehreren deutschsprachigen Bühnen aufgeführt.

Samstag 17:04 Uhr WDR5

Krimi am Samstag

ARD Radio Tatort: Der letzte Swipe Von Ben Safier Undercover-Ermittlung läuft aus dem Ruder Komposition: Andreas Koslik Kommissarin Aysima: Ergün Yelda Üncan Johnathan Brooks, Austausch-Ermittler: Timo Weisschnur Marcus Brooks: Jens Wawrczeck Manni: Oskar Ketelhut Fynn: Jonas Dassler Regie: Janine Lüttmann Produktion: RB 2021

Samstag 18:00 Uhr HR2

ARD-Radio-Tatort | "Der letzte Swipe" von Ben Alexander Safier

Neuer Hörspiel-Krimi aus Bremen Nach einem Date wird die junge Maria brutal ermordet. Den Täter lernte sie über eine Dating-App kennen - und er scheint noch weitere Morde zu planen.

Samstag 18:30 Uhr Bayern 2

radioMikro

Wie der König seinen Feind verlor Ab 6 Jahren Erzählung von Jorge Bucay Aus dem Spanischen von Stephanie von Harrach Mit Samuel Weiss Musik: Magdalena Kriss und Hemma Treppo Funkbearbeitung und Regie: Kilian Leypold Ein König ist in seinem Land der Mächtigste. Deshalb ärgert er sich über alle Maßen, dass es in seinem Reich einen Magier gibt, der eine noch größere Macht besitzt. Das will der König nicht hinnehmen. Er beschließt den Magier zu einem Fest einzuladen und ihm eine Frage zu stellen, die ihn das Leben kosten wird - egal, was er antwortet. Der Magier folgt zwar der Einladung, gibt aber eine Antwort, mit der der König nicht gerechnet hat ... Das philosophische Märchen von Jorge Bucay erzählt, wie aus einer unversöhnlichen Feindschaft eine wunderbare Freundschaft wird. Rau und gleichzeitig einfühlsam erzählt wird die Geschichte von Samuel Weiss. Musikalisch gespiegelt, begleitet und illustriert wird die Erzählung von den Musikerinnen Magdalena Kriss und Hemma Treppo (von der Formation Meetin" Moa) mit akustischer Gitarre, Querflöte, Akkordeon und einem wunderbar zweistimmigen Gesang.

Samstag 19:04 Uhr WDR5

WDR 5 KiRaKa. Radio für Kinder

Die Räuberschule (2/3) Krach mit Rackzack Von Gudrun Pausewang Regie: Thomas Werner Produktion: WDR 2013

Samstag 19:04 Uhr WDR3

WDR 3 Hörspiel

Publikumswunsch: Die Wahlkomödie Von Hans Schrammen Wiederholung: WDR 5 So. 17.04 Uhr Politische Mundartsatire mit Jürgen von Manger Komposition: Kurt Herrlinger Anton Kümmel: Jürgen von Manger Ziska: Inge Klaus Peter, genannt Pit: Wolfgang Wahl Schäng: Horst Muys Erich Mügge: Wilhelm Grimm Franz Jochem: Helmut Griem Stromby: Hanns Ernst Jäger Fräulein Margit: Brigitte Grothum Gerd Lange: Karl Heinz Bender Regie: Heinz Dieter Köhler Produktion: WDR 1964

Samstag 19:05 Uhr SWR2

SWR2 Krimi

Farben der Nacht Nach dem gleichnamigen Roman von Davit Gabunia Aus dem Georgischen von Rachel Gratzfeld Hörspielbearbeitung und Regie: Eva Solloch Mit: Florian Steffens, Jana Schulz, Ulrich Noethen, Nico Holonics, Philipp Lind, Meik van Severen, Anika Mauer, Frauke Poolman und Tim Korge (Produktion: Deutschlandfunk Kultur 2019) Tiflis im Sommer 2012. Sengende Hitze lähmt die Hauptstadt Georgiens. Surab, arbeitsloser Familienvater, beobachtet vom Balkon aus seinen neuen Nachbarn: Einen jungen Mann mit auffälligem Sportwagen und einem älteren Liebhaber. Heimlich beginnt Surab, die nächtlichen Besuche zu fotografieren, bis er Zeuge eines Verbrechens wird. Es ist die Chance seines Lebens: Der mysteriöse Lover ist ein hoher Beamter des Geheimdiensts. Doch während Surab für seine Familie alles auf eine Karte setzt, spitzt sich die Lage gefährlich zu: Demonstranten fluten die Straßen und fordern den Sturz der Regierung.

Samstag 20:05 Uhr Deutschlandfunk

Hörspiel

Ursendung Das große Heft Von Agota Kristof Bearbeitung und Regie: Erik Altorfer Mit Libgart Schwarz, Kristof Van Boven Komposition: Martin Schütz Ton und Technik: Franz Baumann Produktion: Deutschlandfunk/HR/SRF 2021 Länge: ca. 100" Hörspiel nach Agota Kristof Bei ihrer Großmutter auf dem Land sind die zwei Brüder der Grausamkeit des Kriegs ungeschützt ausgesetzt. Die Zwillinge erfahren, dass sie sich nur auf sich selbst verlassen können. Ihre Beobachtungen schreiben sie nieder im großen Heft. Zu Kriegszeiten werden zwei zehnjährige Brüder von ihrer Mutter zur Großmutter aufs Land gebracht. Armut und Brutalität ausgesetzt sind sie nun auf sich selbst gestellt. Die Schulen sind geschlossen, und die Großmutter behandelt sie schlechter als ihre Tiere. Die Brüder trainieren physische und psychische Unempfindlichkeit und bringen sich allmählich das Alphabet des Überlebens bei. Sie folgen eigenen Moralvorstellungen: Sie helfen, wo die Not noch größer ist, sie rächen Ungerechtigkeit, leisten Sterbehilfe. Im großen Heft schreiben sie ihre Beobachtungen und Erkenntnisse in einfachen Sätzen auf und schützen sich mit der Kraft einer sachlichen Sprache vor dem Zynismus des Elends. Agota Kristof, geboren 1935 in Csikvánd, Ungarn, flüchtete 1956 aus ihrer Heimat und emigrierte in die Schweiz. Sie fand Arbeit in einer Uhrenfabrik und erlernte die französische Sprache, in der sie fortan ihre Bücher - Prosa, Theaterstücke und zwei Hörspiele - schrieb. Ihre Werke wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt. Agota Kristof starb 2011 in Neuchâtel. Das große Heft

Samstag 23:03 Uhr SWR2

SWR2 Ohne Limit

Verschwundene Tage Hörspiel von Kristina Handke Mit: Dagmar Manzel und Sylvester Groth Regie: Laura Laabs (Produktion: SWR 2021 - Ursendung) Eine Frau und ein Mann erinnern an die glücklichen Tage ihrer Amour Fou in den 1980er-Jahren der DDR. Er war Maler, hatte Frau und Kind in Ungarn, sie Studentin, wollte Schriftstellerin werden. Diese Liebe endete mit einer Abtreibung. Eine klassische, durchaus nicht besondere Geschichte, zumal Abtreibung in der DDR legal war. Handke beschwört diese Liebe wie die Vernichtung ihrer Frucht in mal impressionistisch hingehuschten, mal mythisch-ritualisierten Bildern, als eigentlich verbotenen, schuldhaften immer wieder in Blut sich auflösenden unbarmherzigen Akt einer Opferung.

Freitag Sonntag